Joomla, Plone oder Drupal?

Gründe für eine Entscheidung

Vor einigen Jahren stand ich vor der Entscheidung für ein Content Management System (CMS); quelloffen sollte es sein, stabil, zuverlässig und robust, darüber hinaus möglichst skalierbar und zukunftssicher - "Skalierbar" eher für größere Websites (>100k Objekte) als mittelgroße (>10k Objekte), "zukunftssicher" eher für Jahrzehnte als Jahre. Und natürlich gab es einen ellenlangen anforderungskatalog mit "must have"- und "nice to have"-Funktionalitäten.

Die Evaluation der unterschiedlichen Systeme zo sich über etliche Monate hin, da um 2004 noch keine Allroundlösung abzusehen war, die mir die Entscheidung erleichtert hätte. Ich verbrachte Wochen mit dem Abwägen von Vor- und Nachteilen der verschiedenen Systeme, fraß mich durch Comparison Charts und installierte Dutzende von Produkten, darunter die erste Generation von Plone, eine frühe Version von Serendipity und mehrere Versionen von TikiWiki sowie Exoten wie das grandiose Bricolage und Schwergewichte wie Typo3 (2004/2005). Die Endauswahl wurde dann schon schmaler, hier stand vor allem eine Entscheidung zwischen Mediawiki und Drupal 4.6 an, wobei letzlich Drupal das Rennen machte (2005/2006).

Wenngleich insbesondere Mediawiki immer wieder Funktionen bietet, die ich in Drupal schmerzlich vermisse: bereut habe ich diese Entscheidung bisher nicht. Verglichen mit Typo3, Mambo oder Joomla fehlt mit allerdings bei Drupal nichts. Da immer wieder die Frage aufkommt, ob nicht beispielsweise Plone oder Joomla für das eine oder andere Projekt besser geeignet wären will ich versuchen, im nachfolgenden Artikel ein paar Antworten zu liefern.